„Die Möllner Briefe“ Film & Gespräch mit Filmemacherin Martina Priessner

Menschenrechte im Kino: Mut. Veränderung. Hoffnung.

Auf der Berlinale 2025 wurde der Film von Amnesty International mit dem 5.000 Euro dotierten Filmpreis ausgezeichnet.

Der Film gewinnt den Amnesty-Filmpreis, weil er zeigt, was Menschlichkeit in dunklen Zeiten bewirken kann. In der heutigen Welt, in der sich viele so hilflos fühlen, zeigt er auf, wie eine ganz kleine Geste – das Briefeschreiben – bei den Betroffenen Großes bewirken kann.
(Amnesty-Jurybegründung)

Der vielfach prämierte Dokumentarfilm DIE MÖLLNER BRIEFE von Martina Priessner beleuchtet die Erfahrungen der Überlebenden des rassistischen Brandanschlages von Mölln im Jahr 1992. Der damals siebenjährige İbrahim Arslan überlebte, verlor aber seine Schwester, seine Cousine und seine Großmutter. Die Stadt Mölln erhielt Hunderte Briefe mit Solidaritätsbekundungen, von denen aber fast 30 Jahre niemand Notiz nahm. Der Film folgt İbrahim bei der Entdeckung dieser Briefe und bei der Begegnung mit drei ihrer Verfasser:innen. Zugleich zeichnet er ein komplexes Porträt des anhaltenden Traumas, das İbrahim und seine Geschwister bis heute beeinträchtigt.

Im Anschluss freuen wir uns auf ein Gespräch mit der Regisseurin Martina Priessner. Durch das Filmgespräch führt Katrin Hunsicker von Amnesty International.

Eine Kooperations-Veranstaltung von LUX-Kinos, Amnesty International Ludwigshafen und dem Frankenthaler Bündnis für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte gegen menschenverachtendes Verhalten.